| Israelische Tänze - Waltraud Gehrke | ||
Bedingt durch Einwanderungswellen in den neugegründeten Staat Israels kam bei der Bevölkerung der Wunsch nach etwas Gemeinsamen und Verbindenden auf. Das Bedürfnis nach der Schaffung einer einheimischen, eigenständigen israelischen Kultur war stark, insbesondere bei den Bewohnern der Kibbuzim oder Moschawim. Dort begann um die Gründerzeit Israels in den 40er Jahren die Entwicklung der ersten Volkstänze.
Der besondere Reiz des israelischen Tanzes - im Gegensatz zu Tänzen aus anderen Ländern liegt vor allem darin, dass sie ein äußerst breites Spektrum im musikalischen Bereich wie auch in der Tanzschrittfolge aufweisen. Die Musik ist sehr vielfältig, da sie von Juden aus aller Welt zusamengetragen worden sind und zur Zeit der Gründung des Staates Israel dorthin gebracht worden sind. Der heutige Volkstanz ist eine Synthese aus jüdischen und nichtjüdischen Tanzelementen:
Diese Vielschichtigkeit in der Musik und den dazu kreierten Tänzen macht den Reiz des israelischen Tanzes aus.
Jedes Jahr werden in Israel tausende neue Tänze choreographiert. Sobald ein neuer Song erscheint, wetteifern die Choreographen um die Rechte. Bekannte Choreographen sind unter anderem Moshe Telem, Shmulik Gov-Ari, Moshiko Halevi, Boaz Cohen, Rafi Ziv.